07.12.2018. Der Verband Österreichischer Privatsender, der Verband Österreichischer Zeitungen und der Verband der Österreichischen Musikwirtschaft haben sich für einen positiven Kompromiss bei den Trilog-Verhandlungen ausgesprochen.

„Im Finale der Trilog-Verhandlungen geht es nun darum, positive Kompromisse zu finden, um ein effektives und faires EU-Urheberrecht sicherzustellen“, erklärten die Spitzenvertreter des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ), des Verbandes der österreichischen Musikwirtschaft (IFPI) und des Verbandes Österreichischer Privatsender (VÖP) in einem gemeinsamen Statement der Österreichischen Contentwirtschaft.

„Die Copyright Reform ist aus Sicht der Medienunternehmen verlegerischer Herkunft in ganz Europa von essenzieller Bedeutung. Eine Nutzung der Inhalte, oder auch nur von Teilen dieser Inhalte, kann nicht ohne eine faire Vergütung erfolgen“, so VÖZ-Präsident Markus Mair. Österreich könne laut Mair Vorbild für einen positiven Kompromiss sein: „In Österreich ist es gelebte Praxis, dass Journalisten an Ausschüttungen aus Verwertungsgesellschaften beteiligt werden. Dieses Prinzip ist für uns auch in Zukunft unbestritten. Die gelebte österreichische Praxis kann daher auch als Kompromiss für Europa dienen.“

Auch IFPI-Geschäftsführer Franz Medwenitsch fordert eine faire und rasche Einigung im Trilog. „Die kommenden Tage sind für die Zukunft der europäischen Contentwirtschaft und die Verwertungschancen für europäische Inhalte richtungweisend. Es ist höchste Zeit, sich auf einen fairen Kompromiss zu einigen, der dem Ziel der Sicherung der Kreativwirtschaft und der kreativen Arbeit in Europa Rechnung trägt“, so Medwenitsch.

Auch für VÖP-Vorstandsvorsitzenden Ernst Swoboda ist die Copyright Reform sehr wichtig: „Europas Contentwirtschaft muss sich im Wettbewerb mit US-amerikanischen Unternehmen behaupten können. Die Copyright Reform bietet dazu wichtige Ansätze, daher sollte das Hauptaugenmerk bei den Verhandlungen in den kommenden Tagen auf einen Kompromiss insbesondere zu den Artikeln 13 und 14 gelegt werden. Der Macht der Plattformanbieter müssen wirksame Schranken gesetzt werden.“